Es gibt mehrere Methoden der natürlichen Empfängnisverhütung, die auf der Berechnung des Zyklus basieren. Heutzutage werden diese Methoden zur Erhöhung der Sicherheit durch Computerprogramme, Minicomputer (die z.B. Hormonwerte im Urin messen) oder Minimikroskope unterstützt.
Nachfolgend werden die folgende Methoden vorgestellt:
Die Basaltemperaturmethode
Die Zeitwahlmethode nach Knaus-Ogino
Die Billingsmethode
Die Hormon-Messung
Die symptothermale Methode
Die Basaltemperaturmethode
Bei dieser Methode wird jeden Morgen nach dem Aufstehen (nach mindestens 6 Stunden Schlaf) die Körpertemperatur gemessen und in ein Kurvenblatt eingetragen. Die Basaltemperatur ist hormonabhängig und ändert sich nach dem Eisprung leicht; nach einer mindestens dreitägigen Temperaturerhöhung kann man so auf die folgenden unfruchtbaren Tage schließen. Während der fruchtbaren Tage muss man also auf Geschlechtsverkehr verzichten.
Durch Infektionen, Alkoholgenuss, Schlafmangel, Schichtarbeit etc. kann es leider zu Schwankungen der Basaltemperaturmethode kommen, daher liegt der Pearl-Index nur bei ca. 3 – 10. Diese Methode ist heutzutage nicht mehr empfehlenswert und wird durch die symptothermale Methode ersetzt.
Die Zeitwahlmethode nach Knaus-Ogino
Diese Methode ist sehr unsicher – sie hat einen Pearl-Index von ca. 14 – 40.
Hier werden die Zyklustage über ein Jahr gezählt und so auf die fruchtbaren und unfruchtbaren Tage geschlossen. An den fruchtbaren Tagen des Zyklus muss „frau“ bei der Zeitwahlmethode enthaltsam sein. Geschlechtsverkehr ist bei einem stabilen Zyklus von 28 Tagen vom 1. bis zum 9. Zyklustag und vom 17. bis zum 28. Zyklustag möglich.
Die Billingsmethode
Die Billingsmethode (auch Schleimmethode oder Mucusmethode genannt) beruht auf der Selbstbeobachtung und der Beobachtung des Zervikalschleims (des Schleims am Muttermund). Kurz vor dem Eisprung verändert sich der Zervikalschleim - er wird klarer und wässriger und zieht leicht Fäden. Um diesen Zeitpunkt herum darf die Frau keinen Geschlechtsverkehr haben.
Der Zervikalschleim kann sich allerdings auch aufgrund von Schwankungen des Hormonhaushaltes verändern, ohne dass der Eisprung bevorsteht. So besteht das Risiko, den Zeitpunkt des Eisprungs falsch einzuschätzen.
Die Billingsmethode hat einen Pearl-Index von 15 und ist daher eher für Paare mit Kinderwunsch geeignet um die fruchtbare Zeit herauszufinden, als zur Empfängnisverhütung.
Die Hormon-Messung
Bei der Hormonmessung werden mittels eines Teststreifen bestimmte Hormonmengen im Morgenurin gemessen und so fruchtbare und unfruchtbare Tage bestimmt. Der Pearl-Index liegt bei dieser Methode bei ca. 6.
Symptothermale Methode
Die Symptothermale Methode ist eine Kombination der Basaltemperaturmethode und der Billingsmethode. Bei einem stabilen Zyklus und der strikten Einhaltung dieser Methode liegt der theoretische Pearl-Index bei ca. 0,4 – durch die Tatsache, dass viele Frauen während der fruchtbaren Tage jedoch Geschlechtsverkehr ohne zusätzliche Verhütung haben oder diese Verhütungsmittel versagen, erreicht der tatsächliche Pearl-Index einen Wert von etwa 2 – 20.