Eine Verhütungskappe, auch Portiokappe genannt, wird von der Frau vor dem Geschlechtsverkehr in die Scheide eingeführt, sodass sie den Gebärmutterhals bedeckt. Hier wirkt sie wie eine Barriere, sodass Spermien nicht in die Gebärmutter gelangen können.
Die Portiokappe sieht aus wie eine kleine Glocke oder ein größerer Fingerhut. Sie besteht aus Latex oder Silikon und misst ca. 22 bis 75 mm im Durchmesser.
Vor dem Einführen muss die Kappe mit einem Spermizid befüllt werden. Nach dem Sex muss die Kappe noch mindestens acht Stunden in der Scheide verbleiben, da Spermien auch noch einige Stunden nach dem Samenerguss bewegungs- und befruchtungsfähig bleiben.
Zum Pflegen reinigt man die Portiokappe einfach mit Wasser und Seife und trocknet sie gut ab. So hält sie mindestens ein bis zwei Jahre.
Bei richtiger Anwendung liegt der Pearl-Index laut Hersteller bei ca. 2,2 – 2,9.
Die Verhütungskappe muss nicht vom Frauenarzt verschrieben werden – es ist allerdings wichtig, dass sie entweder vom Arzt oder von einer Beratungsstelle auf die richtige Größe angepasst werden. Die Kosten dafür kommen zur Verhütungskappe (ca. 50 Euro) und dem Spermizid hinzu. Zur Zeit werden Verhütungskappen nicht mehr produziert, allerdings erhält man noch Importe aus England.
Die Haltbarkeit einer Verhütungskappe beträgt ca. 1 – 2 Jahre.
Welche Vorteile bietet die Portiokappe?
Die Portiokappe ...
greift nicht in den natürlichen Zyklus der Frau ein
muss nur bei Bedarf angewendet werden
ist auch für Latexallergikerinnen geeignet
ist auch für Frauen geeignet, die hormonelle Verhütungsmittel nicht vertragen
Welche Nachteile hat die Portiokappe?
Die Portiokappe ...
erfordert Disziplin – du musst vor dem Sex daran denken, es anzuwenden
kann je nach Produkt vom Muttermund rutschen
kann aufgrund des Spermizids zu Wärmegefühl oder Brennen in der Scheide führen
hat einen relativ niedrigen Pearl-Index
schützt nicht vor Geschlechtskrankheiten