Das FemCap ist eine Verhütungskappe, die wie eine Matrosenmütze aussieht. Sie ist aus Silikon hergestellt und besteht aus einem Rand, einer Kuppel, einer Nische zwischen Rand und Kuppel sowie einer Lasche zum Entfernen.
Das FemCap ist in drei verschiedenen Größen erhältlich – in 22 mm, 26 mm und 30 mm Durchmesser. Die Anpassung wird entweder vom Frauenarzt oder von einer Beratungsstelle durchgeführt.
Vor dem Einführen muss das FemCap in der Kuppel und auf dem Außenrand mit einem Spermizid bestrichen werden. Es sollte zwei Stunden bis unmittelbar vor dem Geschlechtsverkehr in die Scheide eingeführt werden, sodass es den Muttermund bedeckt und eine Barriere für die Spermien darstellt. Bei weiterem Geschlechtsverkehr muss jedesmal zusätzliches Verhütungsgel in die Scheide eingeführt werden.
Nach dem Sex wartet man mit dem Entfernen noch ungefähr acht Stunden, damit wirklich keine befruchtungsfähigen Spermien mehr vorhanden sind. Wenn man es gut abwäscht und trocknet, ist das FemCap ca. ein bis zwei Jahre haltbar.
Eine eindeutige Studie über die Sicherheit des FemCaps liegt zur Zeit nicht vor – die Sicherheit schwankt stark, abhängig von der korrekten Anwendung und der Verwendung eines Spermizids.
Das FemCap muss nicht vom Arzt verschrieben werden. Man erhält es in der Apotheke für ca. 50 Euro, dazu muss man die Kosten für das Spermizid und die Anpassung rechnen.
Welche Vorteile bietet das FemCap?
Das FemCap ...
verhütet ohne Hormone – es greift also nicht in den natürlichen Zyklus der Frau ein
muss nur bei Bedarf angewendet werden
ist auch für Frauen geeignet, die hormonelle Verhütungsmittel nicht vertragen
Welche Nachteile hat das FemCap?
Das FemCap ...
erfordert Disziplin – du musst vor dem Sex daran denken, es anzuwenden
erfordert einige Übung in der Anwendung
schützt nicht vor Geschlechtskrankheiten
kann ein Brennen oder Wärmegefühl aufgrund des Spermizids hervorrufen