Die Kupferspirale (auch Intra-Uterin-Pessar genannt) ist ein kleines T-förmiges Kunststoffgebilde, das mit Kupferdraht umwickelt ist. Sie wird vom Frauenarzt in die Gebärmutterhöhle eingesetzt, wo sie auf mehrere Arten eine Schwangerschaft verhindert:
Durch die freigesetzten Kupferionen werden eingedrungene Samenfäden unbeweglich gemacht, sodass sie die Eizelle gar nicht erst erreichen können.
Die Kupferspirale wird von der Gebärmutter als Fremdkörper wahrgenommen, dadurch werden Abwehrzellen gebildet. Diese Abwehrzellen können die Samen und auch die Eizelle vernichten.
Die Gebärmutterschleimhaut baut sich nur ungenügend auf, sodass sich kein Ei einnisten kann.
Die Kupferspirale verhütet mit einem Pearl-Index von 0,9 – 3 unsicherer als die Pille oder die Hormonspirale. Eine Kupferspirale kostet ca. 120 – 200 Euro.
Für junge Frauen und Mädchen, die noch keine Kinder haben, gilt die Kupferspirale als ungeeignet, da sie in seltenen Fällen zur Unfruchtbarkeit führen kann. Außerdem kann die Gebärmutter bei sehr jungen Frauen auch zu klein sein, um die Spirale einzusetzen.
Welche Vorteile bietet die Kupferspirale?
Die Kupferspirale ...
verhütet ohne Hormone – sie greift also nicht in den Zyklus der Frau ein
kann man nicht vergessen oder fehlerhaft anwenden
kann jederzeit wieder entfernt werden
bietet auch bei Magen-Darm-Erkrankungen und bei reisebedingter Zeitverschiebung Sicherheit
Welche Nachteile hat die Kupferspirale?
Die Kupferspirale ...
schützt nicht vor Geschlechtskrankheiten
kann bei Erstanwenderinnen eventuell Schmierblutungen verursachen
kann ein Zusammenziehen der Gebärmutter bewirken und damit schmerzhaftere Regelblutungen verursachen
kann sehr selten Eileiterschwangerschaften auslösen (4% bei Spiralträgerinnen gegenüber 0,8% bei Nichtträgerinnen)
kann Entzündungen hervorrufen, besonders wenn der Sexualpartner häufig wechselt
diese Entzündungen können zur Unfruchtbarkeit führen