Hormonelle Verhütungsmittel

Hormonelle Verhütungsmittel sind heutzutage, neben dem mechanischen Verhütungsmittel Kondom, sehr weit verbreitet – sie sind allerdings nur von Frauen anwendbar. Um eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern, werden hier kombiniert oder einzeln die Hormone Gestagen, Östrogen und Progesteron eingesetzt. So wird die Ovulation, also der Eisprung, verhindert und/ oder der Gebärmutterschleim verändert. Beispielsweise wird der Schleimpropfen im Gebärmutterhals verdickt, damit den Spermien der Weg zur Gebärmutter versperrt wird. Außerdem können hormonelle Verhütungsmittel den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut erschwerden, damit sich befruchtete Eizellen gar nicht in die Gebärmutter einnisten können.

Welche Vorteile haben hormonelle Verhütungsmittel?

Hormonelle Verhütungsmittel ...

  • haben meistens einen relativ hohen Pearl-Index

  • können den Zyklus stabilisieren

  • sind einfach anwendbar

  • schützen über einen längeren Zeitraum vor einer ungewollten Schwangerschaft

Welche Nachteile haben hormonelle Verhütungsmittel?

Hormonelle Verhütungsmittel ...

  • greifen in den Hormonhaushalt der Frau ein und beeinträchtigen den Zyklus

  • sind nur von Frauen anwendbar

  • lösen viele Neben- und Wechselwirkungen aus

  • können teilweise bei Magen-Darm-Erkrankungen ihre Sicherheit verlieren

  • erfordern eine Beratung beim Arzt

  • sollten nicht eigenständig wieder abgesetzt werden

  • sind nicht für die spontane Verhütung geeignet

  • schützen nicht vor Geschlechtskrankheiten