Die größten Verhütungsmärchen

In Bezug auf die Empfänglichkeit und den Aspekt der Verhütung bestehen insbesondere unter der Personengruppe
im Alter von 15 - 30 Jahren viele Unklarheiten, falsche Weisheiten und irrtümliche Annahmen.
Da es sich im Zusammenhang mit der Verhütung durchaus um ein verantwortungsvolles und gesellschaftsrelevantes Thema handelt, was zugleich einen sehr persönlichen und zudem sozialen Bezug nimmt, ist es enorm wichtig, sich über die Möglichkeiten der Verhütung und deren Zuverlässigkeit zu informieren. Da die Themen Schwangerschaft und Verhütung teilweise sogar Problematiken sind, welche in vielen Elternhäusern nicht besprochen werden, existieren sowohl bei Jungen oder Männern und Mädchen oder Frauen irrtümliche Annahmen. Aus Unwissenheit werden oft Gerüchte verbreitet, welche nicht wissenschaftlich haltbar sind.

Zunächst denken viele männliche oder auch weibliche Partner, dass die Pille auf hormoneller Basis zu einer vollständigen Verhütung beiträgt. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, diese Frage eindeutig zu verneinen. Zudem weisen verordnende Gynäkologen immer wieder darauf hin, dass die Pille keine 100prozentige Verhütung gewährt. Die Verhütung auf der hormonellen Basis wird mit einer Sicherheit von etwa 97 - 99 Prozent angegeben. Dies hat seinen Grund zunächst in der extrem niedrigen Dosierung der Östrogene, welche insbesondere in der häufig verordneten Mikropille vorhanden sind. Zudem sind die Einnahme und die Wirkung der Antibaby - Pille auch an eine Regelmäßigkeit und Disziplin gebunden. Die Verhütungswirkung wird von Nebenwirkungen, Unverträglichkeiten und Wechselwirkungen beeinflusst. Es soll an dieser Stelle nochmals darauf hingewiesen werden, dass eine gleichzeitige Einnahme von Antibiotika, das Auftreten von Erbrecehen nach Pilleneinnahme oder eine unregelmäßige Einnahme die Möglichkeit, schwanger zu werden, durchaus erhöhen.

Ein weiteres Problem stellt die Annahme dar, dass beim ersten sexuellen Verkehr keine Schwangerschaft entstehen kann. Die Voraussetzung, ein Baby zu bekommen, ist die Fruchtbarkeit der Frau oder des Mädchens, welche sich zeigt beim Auftreten der ersten Regelblutung. In diesem Moment ist eine junge Frau körperlich soweit, dass sie durchaus eine befruchtete Eizelle in sich trägt und eine Schwangerschaft beim erster Verkehr entstehen kann. Diese Tatsache wird von vielen männlichen als auch weiblichen Jugendlichen extrem unterschätzt. Das zeigen die zunehmenden Zahlen an teilweise noch minderjährigen Mädchen, welche durchaus schon nach dem ersten sexuellen Verkehr ein gesundes Kind zur Welt gebracht haben.

In Hinsicht auf das Thema Kondom gibt es ebenfalls durchaus spannende Momente, in denen eine Befruchtung durchaus möglich ist. Zu diesen gehören das Reißen, Platzen oder das Undichtsein eines Kondoms. Riskant ist es zudem, wenn das Kondom nicht richtig sitzt und es zum Kontakt zwischen Samen und Eizelle kommen kann. Die Tatsache, dass ein Kondom durchaus als Verhütungsschutz mehrmals benutzt werden kann, ist von der Hand zu weisen und entbehrt jeder medizinischen Befürwortung.