Wie wird geimpft?
Um einen langjährigen und optimalen Schutz zu erreichen, sind drei Impfdosen innerhalb eines Jahres notwendig, meist im zweiten und im sechsten Monat nach der ersten Impfung.
Für wen ist sie geeignet?
Die HPV-Impfung wird für Mädchen im Alter zwischen zwölf und siebzehn Jahren empfohlen. Da der Virus meist durch sexuelle Kontakte übertragen wird, ist eine Impfung vor dem „ersten Mal“ am sinnvollsten, kann aber auch noch danach ausgeführt werden.
Wie teuer ist die Impfung und wer bezahlt die Kosten?
Gesetzliche Krankenkassen bezahlen die Kosten für die HPV Impfung für Mädchen im Alter zwischen zwölf und siebzehn Jahren. Manche Krankenkassen haben die Altersgrenze nach oben erweitert, daher sollte man sich vorher gut bei der eigenen Krankenkasse informieren.
Anders Versicherte müssen die Kosten selbst tragen, die bei dieser Dreischutz-Impfung etwa 450 Euro betragen (pro Impfung etwa 150 Euro).
Ziel der Impfung
Der Impfstoff verhindert Zell- und Gewebeveränderungen am Gebärmutterhals.
Nebenbei schützt sie vor Krebsvorstufen der äußeren weiblichen Geschlechtsorgane (Vulva) und beugt Infektionen einiger HPV-Untergruppen vor.
Wichtig ist, dass die Impfung immer nur vorbeugend und nicht gegen schon bestehende Infektionen wirkt.
Gibt es verschiedene Impfstoffe?
Zur Zeit gibt es zwei verschiedene HPV-Impfstoffe. Einen zweifachen, der gegen Gebärmutterhalskrebs und seine Vorstufen und einen vierfachen, der gegen die HP-Viren, die für Gebärmutterhalskrebs verantwortlich sind, dessen Vorstufen und Genitalwarzen schützt.
Die bekanntesten Impfstoffe sind Gardasil und Cervarix.
Gibt es Risiken und Nebenwirkungen?
Mit Anwendung des HPV-Impfstoffes wurden auch zahlreiche Nebenwirkungen beobachtet.
Sehr häufig kam es zu lokalen Nebenwirkungen wie z.B.:
Schmerzen (Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen)
Schwellung und Rötung (Hautausschlag)
Juckreiz
Fieber
Magen-Darm-Beschwerden
Ansonsten traten auch allergische Reaktionen, wie z.B. Asthma, und autoimmune Nebenwirkungen, wie Gelenkentzündungen und rheumatische Erkrankungen, auf.
Bei Frauen zwischen achtzehn und vierzig, die versehentlich während der Schwangerschaft geimpft wurden, kam es zu Komplikationen, wie z.B. zu Anomalien beim Kind.
Wenn du eine HPV Impfung in Betracht ziehst, informiere dich vorher am besten bei deinem Frauenarzt über Vorgehen, Kosten und Nebenwirkungen.