Was ist denn eigentlich HIV?
Der
Der HI-VirusHI-Virus (HIV = Humanes Immundefekt Virus) schwächt das Abwehrsystem im menschlichen Körper und kann es sogar ganz außer Kraft setzen. Normalerweise lösen eingedrungene Viren eine Abwehrreaktion des Körpers aus, sodass sie unschädlich gemacht werden können. HIV ist aber leider besonders tückisch – obwohl Abwehrstoffe gegen den Virus gebildet werden, zerstört es diese und lässt sich dann nicht mehr aus dem Körper entfernen.
Und was ist dann Aids?
Aids (Acquired Immune Deficiency Syndrome) könnte man mit „erworbenes Abwehrschwäche-Syndrom“ übersetzen. Wenn das HI-Virus in den Körper gelangt, zerstört es die Abwehrkräfte, sodass der Körper wehrlos gegen viele Krankheitserreger wird. Mit Aids infizierte Menschen leiden dadurch häufig an mehreren Krankheiten gleichzeitig, welche ohne Behandlung schließlich zum Tode führen.
Was passiert mit dem Körper, wenn man sich angesteckt hat?
Bei einigen Menschen kommt es wenige Wochen nach einer Ansteckung zu kurzfristigen grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen oder Hautausschlag und Lymphknoten-Schwellungen. Bei anderen Infizierten vermehrt sich das Virus unbemerkt im Körper, ohne dass sie sich krank fühlen – trotzdem können sie andere Menschen bereits anstecken.
Nach einigen Jahren entwickelt sich aus der Infektion mit HIV die Immunschwäche Aids, die ohne Behandlung zum Tode führt.
Wie weit ist Aids verbreitet?
Nach Angaben von UNAIDS, dem Aids-Programm der Vereinten Nationen, litten im Jahr 2007 weltweit rund 33 Millionen Menschen unter HIV. Seitdem das Virus im Jahr 1981 erstmals festgestellt
wurde, starben rund 23 Millionen mit Aids infizierte Personen an der Krankheit – und jedes Jahr kommen rund 2 Millionen Tote dazu.
Weltweit stecken sich fünf Menschen pro Minute mit HIV an – das sind 2,5 Millionen Menschen im Jahr. Mehr als zwei Drittel der mit HIV Infizierten leben dabei in den afrikanischen Entwicklungsländern. Allerdings befällt das Virus zurzeit auch immer mehr Menschen in Osteuropa und Asien, sodass Experten befürchten, dass es in diesem Raum bald noch mehr mit HIV infizierte Personen als in Afrika geben wird.
In Deutschland leben ca. 59.000 HIV-positive Personen, wobei die Anzahl der Neuansteckungen seit dem Jahr 2000 wieder zunimmt. So meldete das Robert-Koch-Institut 2700 neue HIV-Diagnosen für das Jahr 2007. Auch wenn diese Zahlen im weltweiten Vergleich gering wirken, ist die Gefahr von Aids keinesfalls zu unterschätzen – seit 1996 hat sich die Zahl der HIV-Neuinfektionen in Westeuropa mehr als verdoppelt.
Wann kann man sich endlich gegen Aids impfen lassen?
Obwohl schon lange an einer Impfung gegen HIV geforscht wird, konnte noch kein wirksamer Impfstoff gefunden werden, und das wird in absehbarer Zukunft leider auch so bleiben.
Der einzige Schutz vor einer Infektion ist daher immer noch Safer Sex.
Woher weiß man, ob man sich mit Aids angesteckt hat?
Eine HIV-Infektion kann man niemandem ansehen. Klarheit bringt nur ein HIV-Test, bei dem das Blut im Labor untersucht wird, genauso wie der Ausbruch von Aids nur von einem Arzt festgestellt werden kann. Bei einigen Patienten treten nach einer HIV-Infektion zwar Anzeichen einer Krankheit auf, diese können jedoch auch vielen anderen Krankheiten zugeordnet werden und verschwinden oft von ganz alleine wieder, obwohl sich das Virus im Körper vermehrt.